Bullet Journal – ein organisiertes Leben

Seiten aus einem Notizbuch

In der Planerwelt verbreitete sich das Thema Bullet Journaling in diesem Jahr wie ein Lauffeuer. Viele Youtuber und Instagramer griffen das System auf und „infizierten“ weitere Organisationsbegeisterte. Doch was hat es mit dem Bullet Journal auf sich?

Ursprünglich von Ryder Carroll ins Leben gerufen, soll das Bullet Journal vor allem eins – das Leben und somit den Alltag organisierter und strukturierter machen. Wer mehr zum ursprünglichen Gedanken und der Umsetzung erfahren möchte, sollte die Seite bulletjournal.com besuchen.

Da auch dieses System nicht in Stein gemeißelt ist, gibt es inzwischen eine Vielzahl von Variationen in der Anwendung. Ein jeder kann es sich so „stricken“, wie es für ihn am besten passt. Und da in der Planerwelt vornehmlich Stationery-Liebhaber unterwegs sind, hat jedes Bullet Journal eine persönliche Note, in der die Vorlieben deutlich zum Vorschein kommen. Manche mögen es minimalistisch, andere wiederum nutzen gern Washi-Tapes, Bilder oder verzieren ihre Seiten mit zauberhaften Letterings.

Hier mal ein paar Beispiele von Instagramern, wie unterschiedlich Bullet Journaling betrieben werden kann.

Ich nutze das System übrigens auch. Und auch ich habe es für mich so angepasst, wie ich es eben brauche. Mein aktuelles Bujo (Abk. Bullet Journal) führe ich in einem Leuchtturm 1917 in der Größe A5, mit gepunkteten Seiten (nennt man auch dotted). Natürlich kann jeder, das für ihn geeignetste Notizbuch nutzen. Ich fühle mich mit dem Papier des Leuchtturm Notizbuches ganz wohl. Die Auswahl an Notizbüchern ist riesig und viele Hersteller sind auf den Zug des Bullet Journaling aufgesprungen und vermarkten ihre Produkte dementsprechend.

Beispiele von NotizbüchernIch liebe Papiere und Notizbücher und kann selten an einem schönen Buch vorbeigehen. Unter anderem stehen in meinem Regal diese Notizbücher (und das sind nur drei von vielen *hehe*)  😉

Wenn Ihr möchtet, gehe ich in einem separaten Beitrag gern auf die einzelnen Notizbücher ein und teste für Euch in Sachen „durchbluten“, „ghosting“ und was es da alles so an Punkten gibt, die Euch bei der Qualität wichtig sind.

Aber zurück zum Thema…und folgendes bezieht sich darauf, wie ich das System für mich nutze…

Übersicht Bullet Journal KeyGrundstein ist der so genannte Key. Wie kennzeichne ich Aufgaben, also To Dos, Termine und den jeweiligen Status? Wenn Ihr auf das Bild klickt, seht Ihr die vergrößerte Darstellung.

Ich führe mein Bujo überwiegend in deutscher Sprache. Aber auch ich komme hier und da nicht an englischen Begriffen vorbei, die oftmals einfach aussagekräftiger, sinnvoller und auch kürzer sind. Diesen Key habe ich auf der ersten Seite des Bujos (nach dem Index). Auch wenn ich inzwischen weiß, was alles im Einzelnen bedeutet, mag ich die Legende als Einführung.

Übersicht Future LogMein Bujo gestalte ich von Woche zu Woche. Um kommende Termine nicht zu vergessen, die etwas weiter in der Zukunft liegen, ist das ungünstig. Aber auch dafür gibt es Möglichkeiten. Ich nutze dafür den Future Log, in dem ich eine Mini-Monatsübersicht aufschreibe und daneben einfach das Datum und den Anlass. Den Future Log halte ich bewusst schlicht, denn es soll mir lediglich als Übersicht dienen.

So ganz auf einen Eyecatcher kann ich nicht verzichten und setze hier und da ein paar Akzente. Eine weitere Möglichkeit für solch eine Übersicht ist der Calendex. Boho Berry hat dazu einen Artikel auf ihrem Blog, den Ihr Euch anschauen könnt. Übrigens ist sie eine der bekanntesten Gesichter in der Welt des Bullet Journalings.

Ansonsten habe ich das übliche Verdächtige *hihi* in meinem Bujo. Monatsübersichten, Tagesübersichten sowie die ein oder andere Liste. In den Tagesübersichten halte ich meine einzelnen Aufgaben fest, kann sie dadurch ausgewogen verteilen, so dass ich meinen Alltag gut organisieren kann und nicht überlaste oder gar vor Langeweile eingehe. Neben dem monatlichen Tracker, in dem ich mir markiere wann ich dies und jenes gemacht habe (zum Beispiel bloggen, bei Instagram etwas posten, zeichnen,regelmäßig Medikamente einnehmen usw.), behalte ich so auch meine Ausgaben für meine Hobbies im Blick.

Klickt Euch mal durch die nachfolgenden Bilder 🙂

Sowohl bei YouTube als auch bei Instagram findet Ihr eine Menge Inspiration. Unter verschiedenen Hashtags (#), wie zum Beispiel #bulletjournal, #bujolove usw. findet Ihr viele Beiträge rund um das Thema.

Letztendlich braucht man für das Bullet Journaling nur zwei Dinge – ein Notizbuch und einen Stift. Wie sieht es bei Euch aus? Seit Ihr in einem Bullet Journal unterwegs? Wie handhabt Ihr es – minimal oder doch eher umfangreich gestaltet? Welche Listen dürfen für Euch nicht fehlen? Habt Ihr Tipps für Bujo-Neulinge? Ich freue mich auf Eure Kommentare.

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